Centre, Pays de la Loire, Île-de-France und Paris
Centre, Pays de la Loire, Île de France, Paris Vom Atlantik erstreckt sich diese Region entlang der Loire mit ihren berühmten Schlössern bis Paris, dem Zentrum ... mehr erfahren
Centre, Pays de la Loire, Île de France, Paris Vom Atlantik erstreckt sich diese Region entlang der Loire mit ihren berühmten Schlössern bis Paris, dem Zentrum Frankreichs, dem Sitz der Könige.
Für die Kunst der Messerschmiede spielt Paris selbst keine bedeutende Rolle, auch wenn es hier Messerschmiede gab. In Paris wurde mehr gehandelt als produziert. In den Geschäften und auf den Märkten fand man alles, was die Messerschmiede des Landes zu bieten hatten, denn dafür hatte sich ein Netz von "Routiers" und Straßenhändler*innen etabliert, die die Erzeugnisse aus den Schmiedezentren Thiers, Laguiole, Châtellerault und Nogent nach Paris brachten.
Aber statt unten alle regionalen Messer Frankreichs aufzuführen, haben wir uns entschlossen, neben dem unverzichtbaren LAGUIOLE nur einen Messertyp darzustellen, der wie kein anderer auf die städtischen und höfischen Besonderheiten der Pariser Gesellschaft eingeht :
das SUJET.
Seine Geschichte begann im 17. Jahrhundert, als man sie noch einzeln anfertigte. Künstler schnitzten Motive des ländlichen Lebens, berühmter Persönlichkeiten, Politiker, Künstler oder große Motive der Kunst -wie die Venus von Botticelli- in Griffschalen aus Elfenbein oder Knochen. Die Messer waren klein und nicht für die Arbeiten der Landbevölkerung geeignet. Und sie waren sehr kostbar. Die Damen der Gesellschaft benutzten sie gleichermaßen wie Männer. Häufig findet sich an ihnen ein winziger Korkenzieher, der aber nicht für Weinflaschen gedacht war, sondern zum Öffnen der Flakons mit Parfum, die mit kleinen Korken verschlossen waren. Mehr zu seiner Geschichte erfahren Sie, wenn Sie das Messer unten anklicken.
Charakteristika der Départements:
| Pays-de-la-Loire | ![]() | |
Der Atlantik, die Loire, kleine Flüsse, Kanäle ... in dieser Region spielt Wasser eine große Rolle. Wegen ihres milden Klimas nennt man die Pays-de-la-Loire "La Douce France", das liebliche Frankreich. Auf ihrer Reise zum Atlantik fließt die Loire an den Renaissance-Schlössern vorbei, die sich wie Perlen einer Kette an den Ufern aufreihen. An Angers, an Saumur und Chinon, das einst so mächtig und uneinnehmbar war, daß Richelieu das Château als Steinbruch freigab und schleifen ließ, um die von dieser mächtigen Anlage ausgehende Gefahr zu beseitigen.
| Centre | ![]() | ![]() |
Die Region Centre liegt zwischen Pays-de-la-Loir und Paris ein Stück im Herzen Frankreichs. Hier setzt sich die Kette der Loireschlösser fort. Amboise, Azay le Rideau, Blois, Chambord, Chenonceau sind Prunkstücke der französischen Architektur, meist von märchenhaften Parkanlagen umgeben. Die Nähe zu Paris, zum Hof, zur Macht des Königs ließ sie entstehen, eingebettet in eine liebliche Landschaft mit Flüssen, Wäldern und Feldern, hinter deren Mauern höfisches Leben zelebriert, intrigiert und Politik gemacht wurde. Die Mätressen, von denen es einige zu Berühmtheit brachten, lebten hier ebenso wie verstoßene Ehefrauen. Ränkespiele und Intrigen waren an der Tagesordnung; auch die Vertreter der Kirche waren am Spiel um die Macht beteiligt. Zu den Schlössern gesellen sich Kathedralen wie Chartre, ein Höhepunkt der Gotik. Man holte zahlreiche Künstler an die Höfe, die teilweise nicht nur kurzzeitig für abendliche Unterhaltung sorgten, sondern, wie Leonardo da Vinci, dort einen großen Teil ihres Lebens verbrachten.
| Île-de-France | ![]() | ![]() |
Paris ist das Zentrum. Die Départements Yvelines, Seine-et-Marne, Essonne und Val-d’Oise bilden die „grande couronne“ um Paris. Hier "spielt die Musik". Auch heute noch. Die Aristokratie unterhielt in Paris ihre Stadthäuser, um dem Zentrum der Macht so nahe wie möglich zu sein.
Die Messer der Region:




